‘Mooi waar‘ van Robert Long
Wo mir no so chliini chind gsii sind,
das mer ali mèèrli wo mer ghöört händ,
äifach glaubt, öis kä fèèler gshtöört händ,
da simmer gsii für files blind.
Di äige wält so chlii, das mer als chind
fom funkzioniere fo de wält chuum ghöört händ.
Samichlaus, ooshterhaas, sibe zwèèrgli,
bienli, blüemli, und ales shöön chlii,
feee-n-und elfe hinder em bèèrgli,
hinderhèèr z shöön um au waar no z sii.
Shpööter, chli elter als groossi/e-n- i de wält,
dän wän hèrz und hirni s läbe befüüred,
hät me mir immerzue betüüred,
es gieng um d liebi nöd um s gäld.
Aber d liebi sig wie-n-es miinefäld,
wo di junge-n-eer und tugend liecht ferlüürid.
Me hät troot, ich söl waarte uf nume de/di äini
zum hüraate, bliibe-n-und phalte mit alem debii.
Liebi, wo ächt seig, gèb s sush e käini,
al’s wider z shöön um au waar no z sii.
Häsh dän d helfti fo dim läbe dureglaa,
häsh fil ziit efèngs fertaa
zum nach em umgheie wider z shtaa.
Bi filem wo du maal häsh glaubt,
ish de sinn defoo fershtaubt.
Fersuchsh no gfüül mit liideshaft und liebi frish z haa.
Elaas: Da entshtaat nu en flüchtige chuss druus.
Fershwume sind d ziil und shnäll ish s ferbii,
So wie-n-ich s jez gsee zie-n-ich de shluss druus:
S ish hüüfig z shöön um waar no z sii.
Chöntsh haa es zwäits läbe und wèèrsh nomaal chlii,
dän rüeftish ‚hurraa‘ und ‚bis glii‘,
s läbe ish prächtig, nu miir nöd almächtig,
und filicht ish s zwaar um au shöön no z sii.
08.08.2026