‘Weet je nog, Gent‘ van Robert Long (uusshpraach: ‘Chent‘)
Wäish no, wie mer dur Gent gloffe sind,
d wuchenänd, waarm oder chalt und mit wind,
(und) duu häsh Gent känt, zäigsh mer drum di ganz shtat,
(und) iich lueg nu diich aa und wird(e) chuum sat.
Ferliebt simmer gsii, händ öis küst und händ glacht,
sind gloffe dur d shtraasse bis wiit ie i d nacht.
Sächs chile und d burg mit de mächtige muure:
Bi öisere shtimig, au ooni fil sune,
würkt ales shöön goldig au tunkli figuure,
wie d jüngling us bronze uf dèm shlichte brune:
Es ish gsii, wie wän s deet tèètid chnüüle,
für zwäi mäntshe wo d liebi tüend füüle.
Wäish no, wie mer dur Gent gloffe sind,
du liebshte/i mit miir [und] for liebi ich blind.
I d bäiz ame pläzli häsh duu mich iezoge,
wo d ziit kä bedüütig, nu shnäl/wäidli ferfloge.
Daa hämmer öis gfüült (ganz) uf eewig ferbunde,
unnöötig no d shtat goge wiiter z erkunde.
Und hinder de gläis, wo s hoteleli liit,
daa hämmer öis küst (und) öis gèèrn ghaa und shliessli au pent.
[Ich] ha tänkt me heg uusshliessli pout siinerziit
so ganz für ferliebti die shtat wo hüt Gent.
I de tröim hämmer iifrig beshwoore,
s wèrdi nie mee en anderi/andere-n- userkoore.
Wäish no, wie mer dur Gent gloffe sind,
tänksh mängmaal draa, au wän s lang sho ferbii,
oder mäinsh (jez) au duu (soo) wie-n-iich mängmaal find:
Filicht ish Gent i ächt gaar nie gsii.
16.05.2026